Die Teuerungswelle dauert in Deutschland weiter an

Die Teuerungswelle dauert in Deutschland an
Lidl Produkt: Kartoffelt.Bacon-Emm – 35 % Prozent Preisteigerung

Alles wird teurer – Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln: Auch bei den Eigenmarken der Supermärkte werden die Lebensmittel Preise immer teurer.

Lidl Produkt: Kartoffelt.Bacon-Emm – 35 % Prozent Preisteigerung

Hohe Energiepreise

Auch die Preise für Nahrungsmittel stiegen im September deutlich stärker als die Gesamtteuerung: Der Preisauftrieb lag hier bei 18,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und hat sich damit nochmals beschleunigt. Im August hatte das Plus noch 16,6 Prozent betragen. Seit Jahresbeginn habe sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln sukzessive verstärkt, halten die Statistiker fest.

Die Inflation in Deutschland hat erstmals seit den Nachkriegsjahren die Marke von 10 Prozent erreicht. Statistische Bundesamt bestätigte für den August eine Inflationsrate von genau 10,0 Prozent. Das heißt, dass man 10 Prozent mehr Geld für die monatlichen Ausgaben braucht, um den Lebensstandard von vor einem Jahr zu halten. Denn die Inflation ist nichts anderes als die durchschnittliche Preissteigerung aller Konsumausgaben, von Miete bis Lebensmittel.

Wenn die gleiche Packung Kaffee, die vor einem Jahr für 3,88 Euro im Angebot war, jetzt mit 5,69 Euro ausgepreist ist, werden die nackten Zahlen der Statistik beim Einkauf konkret sichtbar – in diesem Fall ein Preisanstieg um 46,6 Prozent. Und Kaffee ist damit längst nicht allein. Solch ein Preisanstieg ist noch einmal einiges mehr als die offiziell errechnete Inflationsrate in Deutschland (ein Durchschnitts-Wert) von genau zehn Prozent.

Hohe Lebensmittelpreise

Störungen der weltweiten Lieferketten, ein verändertes Nachfrageverhalten und explodie­rende Energiepreise haben zu rasanten Preisan­stiegen geführt. Dies dürfte das Inflations- und Zinsumfeld längerfristiger verändern.

Preistreiber waren erneut die Kosten für Energie. Auch die Nahrungsmittelpreise stiegen nochmals deutlich an und die Teuerung überschritt sowohl als auch die 20-Prozent-Marke.

Nach zehn Prozent in diesem Jahr werde die Teuerungsrate 2023 wohl nur geringfügig unter diese Marke sinken. Der DSGV ist damit pessimistischer als die Bundesregierung, die für 2023 zuletzt einen Rückgang der Inflationsrate auf sieben Prozent prognostizierte.

Lebensmittel über ein Fünftel teurer

Doch nicht nur Energie hat sich drastisch verteuert. „Wir beobachten zunehmend auch Preisanstiege bei vielen anderen Waren und Dienstleistungen“, so Thiel. Besonders spürbar für die privaten Haushalte seien mittlerweile die hohen Preise für Nahrungsmittel. Für diese wurde im Oktober 20,3 Prozent mehr Geld verlangt als noch im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: Zwischen 2000 und 2019 lag die Teuerung von Lebensmitteln im Schnitt nur knapp unter 1,5 Prozent.

Laut einer Umfrage für das jährlich erstellte Vermögensbarometer des DSGV haben 64 Prozent der Bundesbürger ihren Konsum bereits eingeschränkt. 24 Prozent beurteilten zudem ihre aktuelle finanzielle Situation als eher schlecht oder schlecht, das ist der höchste Wert seit 2013.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Inflation in der zweiten Jahreshälfte 2022 zuerst wieder an­ziehen dürfte. Eine Rate von über 8 Prozent im dritten Quartal ist dem Modell zufolge nahezu garantiert. Im weiteren Verlauf ist eine gewisse Entspannung zu erwarten. Diese entsteht durch Basiseffekte – die Preise steigen von bereits er­höhten Niveaus weniger stark – und als Reaktion auf eine gedämpfte Nachfrage und die restriktive­re Geldpolitik.

Kaufgewohnheiten

Jeder private Haushalt hat andere Gewohnheiten, wenn es darum geht, Geld auszugeben: Einige Menschen haben ein Auto und essen gerne Fleisch, andere fahren immer mit Bus und Bahn und ernähren sich vegetarisch. Die durchschnittlichen Ausgabegewohnheiten aller privaten Haushalte zusammengenommen bestimmen, wieviel Gewicht die einzelnen Produkte und Dienstleistungen bei der Messung der Inflation erhalten.

Bei der Bestimmung der Inflationsrate werden alle Waren und Dienstleistungen berücksichtigt, die von den privaten Haushalten konsumiert bzw. in Anspruch genommen werden.

Verbraucherpreisindex

Der Verbraucherpreisindex misst monatlich die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte in Deutschland für Konsumzwecke kaufen. Die Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat bzw. zum Vorjahr wird als Teuerungsrate oder als Inflationsrate bezeichnet.

Inflationsrate ermitteln

Die Inflationsrate errechnet sich aus dem Preisanstieg bestimmter Waren und Dienstleistungen, für die ein durchschnittlicher Endverbraucher in Deutschland im Jahresverlauf Geld ausgibt. Dieser zugrunde liegende Produktwarenkorb wird durch das Statistische Bundesamt definiert. Hierin enthalten sind unter anderem Ausgaben für Lebensmittel, Bekleidung, Miete, Strom, Telekommunikation, Freizeitausgaben und Rohstoffe (bspw. Benzin, Heizöl) sowie staatliche Gebühren und Steuern.

Inflation – Schweiz

Die Inflation in der Schweiz ist im September überraschenderweise leicht zurückgegangen. Es handelt sich um den ersten Rückgang der Teuerung seit fast zwei Jahren. Die Konsumentenpreise stiegen im September im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Im August ist die Inflation allerdings noch bei 3,5 Prozent gelegen – und damit auf dem höchsten Stand seit fast dreißig Jahren.


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