Toyota greift mit Festkörper-Akku als Lösung an

Toyota greift mit Festkörper-Akku als Lösung an: Entscheidend für einen Erfolg bei den Elektro-Autos wird sicherlich die richtige Strategie für die Batterietechnik sein. Die Feststoff-Batterietechnik könnte hierbei die richtige Wahl sein. Konkret will Toyota im Verlauf des kommenden Jahres mindestens zehn rein batterie-elektrische Modelle weltweit präsentieren. Der japanische Automobilhersteller Toyota arbeitet an einem stark verbesserten Elektro-Auto mit hoher Reichweite und Schnellladefunktion.

Die Feststoffbatterie könnte eine ganze Reihe von Problemen beim E-Auto lösen. Nun ist offenbar einem chinesischen Unternehmen ein Schritt in die Zukunft gelungen. Toyota hat nach eigenen Angaben einen Durchbruch bei der Suche nach einer robusten und serienfähigen Festkörperbatterie errungen. Entwicklungschef Shigeki Terashi kündigte am Freitag an, der Autobauer habe eine Sprung-Innovation erreicht.

„Der Fortschritt hat unsere Ziele übertroffen. Wie sind in ein neues Zeitalter eingetreten“, formulierte der Konzernvorstand die Entwicklung. Toyota hat im Juni einen Ausblick auf seine Pläne für Batterie-Elektroautos gegeben, dabei deutete der japanische Autohersteller auch einen Durchbruch bei Energiespeichern der nächsten Generation mit festem statt flüssigem Elektrolyt an. Das Unternehmen bekräftigte jetzt, im Sommer 2020 eine Festkörper-Batterie vorstellen zu wollen. Bis zu deren Einsatz in der Großserie wird es allerdings noch dauern.

Die Fortschritte bei der Entwicklung dieser zukunftsweisenden Technologie führen Toyota nun dazu, seine globalen Pläne zur Elektrifizierung der Fahrzeugflotte um fünf Jahre vorzuziehen. Bislang wollte Toyota bis 2030 weltweit 5,5 Millionen elektrische und teil-elektrische Fahrzeuge jährlich verkaufen. Davon dürften ungefähr 4,5 Millionen auf Hybrid-Autos und Plug-in-Antriebe entfallen, rund eine Million auf rein batterie-elektrische Fahrzeuge.

Diese Ziele sollen nun schon 2025 erreicht werden. Der Schlüssel für diese Pläne soll ein Durchbruch beim Feststoff-Akku sein, den Toyotas Entwicklungschef Shigeki Terashi ankündigte. Zu den Olympischen Spielen in Japan im kommenden Jahr werde man einen serienreifen Akku vorstellen. Die Batterien, an denen viele Hersteller forschen, sollen zahlreiche Vorteile besitzen: Viel höhere Energiedichte bei gleichzeitig höherer Brandsicherheit, dadurch deutlich mehr Reichweite fürs Auto und gleichzeitig noch weniger Abhängigkeit von Rohstoffen wie Kobalt.

Bereits in fünf Jahren soll das Elektromobil in den Handel kommen. Für die Energieversorgung will Toyota auf neuartige Feststoff-Batterien anstatt der bislang ver­bau­ten Lithium-Ionen-Akkus setzen. Wie die japanische Zeitung Chunichi Shimbun Daily berichtet, arbeitet Toyota für das neue Mo­dell an einer komplett neuen Plattform. Die darin verbauten Feststoff-Batterien sollen ei­nen auf wenige Minuten verkürzten Ladevorgang sowie eine deutlich gesteigerte Reichweite ermöglichen. Bereits im Jahr 2022 soll das Toyota-Elektroauto auf den Markt kommen.

Eine Sprecherin des Unternehmens kündigte zudem an, dass Toyota auch die neuartige Bat­te­rie­tech­nik ab den 2020er Jahren vertreiben will. Mit Festkörper- statt herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus gefüllte Batteriepakete gelten als leistungsstärker, sicherer und kosteneffizienter. Sie sind trotz intensiver Forschung aber noch nicht bereit für die Anforderungen und die Produktion von Massenmarkt-Automobilen. Während einige die Serienreife von Festkörper-Batterien bereits in wenigen Jahren erwarten, gehen andere eher von Ende des kommenden Jahrzehnts aus.

Der Marktstart dafür soll in den meisten Fällen in China sein. Dort sind die regulatorischen Anforderungen immer anspruchsvoller, der Staat fördert und fordert massiv die Elektrifizierung bei allen Autobauern ein. Aktuelle E-Autos benötigen zum Vergleich mindestens 20-30 Minuten im Schnell-Lademodus und kommen mit einer Ladung selten weiter als 300-400 Kilometer. Toyota ist als größter Automobilhersteller bei der Hybrid-Technik bereits führend.

Was die reine Elektromobilität betrifft, hinken die Japaner aber bislang Konkurrenten wie Nissan und Tesla hinterher. E-Auto-Chef Shigeki Terashi sagte diese Woche im Vorfeld der Tokio Motor Show, dass Toyota im nächsten Jahr ein Fahrzeug mit Festkörper-Batterie vorstellen werde. Er merkte an, dass die Massenfertigung wohl erst ab 2025 möglich sein wird. Sobald die neuen Energiespeicher bereit für Volumenautos sind, werde Toyota sie breitflächig in seinen Modellen einsetzen.

Auf dem japanischen Heimatmarkt will Toyota im nächsten Jahr mit dem Verkauf eines rein elektrischen Zweisitzers beginnen. Das Mini-Auto soll eine Reichweite von rund 100 Kilometern haben, maximal 60 km/h schnell fahren und steht auf der neuen modularen TNGA-Plattform (Toyota New Global Architecture). Die elektrische Version dieser Plattform wird von einem Konsortium entwickelt, an dem unter anderem auch Mazda, Subaru, Suzuki und Daihatsu beteiligt sind. Die Feststoffbatterie gilt als wichtigste Zukunftstechnik für das E-Auto.

Nun will ein chinesisches Unternehmen den Schritt zur Serienfertigung gemacht haben, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldet. Demnach hat die Qing Tao Energy Development Company, ein Start-up der Universität Tsinghua, eine Produktionsstätte in Kunshan in Ost-China eröffnet. Jährlich sollen dort Akkus mit einer Gesamtkapazität von 0,1 Gigawattstunden (GWh) gefertigt werden. Zum Vergleich: Teslas Gigafactory produziert aktuell 20 GWh pro Jahr – allerdings an konventionellen Lithium-Ionen-Akkus. Langfristig wollen die Chinesen auf 0,7 GWh kommen.

Der Fortschritt war schneller als unser Zeitplan – wir sind in ein neues Zeitalter eingetreten“, so Terashi laut „Automotive News“. Der Hersteller Toyota, der derzeit abgesehen vom Wasserstoff-Elektroauto Mirai kein E-Auto anbietet, will zunächst in China mit der Massenproduktion von Stromern starten. Auf einer neuen Plattform sollen verschiedene Modelle vom Van über Limousinen bis zu großen SUV gebaut werden.

Toyota setzt als einer der letzten Autokonzerne auf rein batteriebetriebene Elektroautos. Bisher haben die Japaner bei E-Mobilität Hybrid-Technik für effizientere Verbrenner-Systeme und Wasserstoff-Technik für die elektromobile Langstrecke favorisiert. Aufgrund des Branchentrends zu Batterie-Technik hat Toyota beschlossen, künftig ebenfalls im großen Stil reine Elektroautos herzustellen. Erste Studien wurden bereits vorgestellt.

Damit gebaute Akkus sollen etwa die dreifache Energiedichte aufnehmen können und mehr als 1.200 Ladezyklen ohne nennenswerte Leistungsverluste schaffen. Lithium-Ionen-Akkus schaffen im Vergleich dazu nur wenige hunderte Zyklen und sind zudem auch noch sehr käl­teanfällig. Durch eine Verdreifachung der Reichweite und Ladezeiten von wenigen Minuten könnte das geplante Toyota-Auto mit aktuellen Benzinern mithalten. Wenn dann noch die nötige Ladesäulen-Infrastruktur bereit steht, könnte dies den Elektroautos innerhalb kür­zes­ter Zeit zum Siegeszug verhelfen. Auto, Toyota, Social Networking, Soziales Network, Toyota Friend Toyota.

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